22. Orgelzyklus am Essener Dom FREUDE
Mittwochabends nach Mariä Himmelfahrt im Essener Dom
Wenn die Essener Domorgel zum 22. Mal seit ihrer feierlichen Einweihung sechs Wochen lang im Fokus großer Soloabende steht, bildet den roten Faden das Motto „Freude“.
Zunächst mögen im musikalischen Kontext da Werke wie „Freude schöner Götterfunken“ einfallen, allgemein freudige Kompositionen wie der Radetzky-Marsch oder auch Musik, die traditionell in freudigem Anlass erklingt, wie der Hochzeitsmarsch aus Mendelssohn Bartholdys Sommernachtstraum.
Eines der täglich von der Kirche gebeteten Lobgesänge ist aber auch das „Nunc dimittis“, der Lobgesang des greisen Simeon. Luther übertrug diesen als Abschluss der Komplet gesungenen Text als „Mit Fried und Freud ich fahr dahin“. Auch bei dem Choral „Freu dich sehr, o meine Seele“, über den Max Reger eine großformatige Choralfantasie schuf, tut sich eine ganz neue Bedeutungsebene dieses Wortes auf.
So darf man nun gespannt sein, welche Aspekte von „Freude“ die diesjährigen musizierenden Gäste jeweils beleuchten werden. Dabei ist eher weltlich geprägt der berufliche Hintergrund von Alma Bettencourt, blutjunger Residenzkünstlerin von Radio France. Ähnlich verhält es sich mit Prof. Hans-Ola Ericsson – er zählt als zentraler Messiaen-Interpret, Komponist und visionärer Vordenker in Sachen Orgelbau wie auch als Pädagoge an mehreren Hochschulen in Deutschland, Schweden und Kanada zu einer der bedeutenden Persönlichkeiten der Orgelmusik. Scheinbar bilden die durch Zerstörung und Wiederaufbau geprägte Dresdner Frauenkirche wie auch der Bartholomäusdom einen Gegensatz zur Hauptkirche der Bundesstadt der neutralen Schweiz. Gleichzeitig aber verfügen diese Kirchen über gleichermaßen vielseitige wie inspirierende Instrumente – und über Organisten, die vor Ort wie eben auf Konzertreise immer wieder neu begeistern.
So vielfältig sich das Motto bereits im Voraus erweist, so vielseitig die Gäste in beruflichem Kontext wie auch musikalischer Handschrift sind, so gilt in doppelter Hinsicht:
Herzliche Einladung – und viel Freude!
Die Essener Domorgel – im Jahr 2004 erbaut, geht sie nun ins dritte Lebensjahrzehnt
Eintritt dank großzügiger Unterstützung durch die Dr. Josef und Brigitte Pauli-Stiftung frei
Konzerte mit Videoübertragung
Kein Einlass nach Konzertbeginn
- Konzert mit Pause und Einladung zum Weinausschank -
- Konzert mit Pause und Einladung zum Weinausschank -
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