Gesprächskonzerte auf der Orgelempore
Donnerstags um 19:30 Uhr
In diesem Jahr stehen romantische Großformen im Fokus der Gesprächskonzerte auf der Orgelempore: inspiriert von den Orgeln, mit denen Aristide Cavaillé-Coll ab 1840 praktisch die französische Romantik erfand oder wenigstens stark prägte, entwickelten Komponisten wie der an der Trinité tätige Alexandre Guilmant oder der an St. Sulpice wirkende Charles-Marie Widor eine ganz eigene Orgelbehandlung und damit verbunden neue Gattungen.
Letzterer, der „Vater der Orgelsymphonie“, schuf mit der Toccata aus seiner fünften Orgelsymphonie gar eines „der“ Orgelwerke schlechthin – hier im Dom erklingt es seit über zehn Jahren traditionell zum Ende der Christmette.
Und so bieten drei dieser Abende Gelegenheit, in instrumental- wie werkspezifische Details dieser mitreißenden Musik zu schauen – während der in die Liszt-Woche eingebettete die Brücke schlägt zu einem Kontrapunkt in musikalischer wie biographischer Hinsicht: hatte der junge Franz Liszt nicht zuletzt in Paris mit geradezu gipfelstürmenden größte Erfolge gefeiert, lassen sich die zumeist in Italien entstandenen, teilweise nur eine Seite umfassenden Kompositionen seiner letzten Schaffensperiode als gerade „verstummend“ bezeichnen.
Termine
Léon Boëllmann: Suite gothique op. 25
Charles-Marie Widor: Symphonie Nr. 5 f-moll op. 42, Nr.1

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